Akku pflegen?

In der heutigen Zeit ist die Nutzung von stromnetzunabhängigen Endgeräten eine Selstverständlichkeit. Beispiele hierfür sind Handy’s, Smartphones, Tablet-PC’s, Notebooks & Laptops – aber auch Rasierapparate und elektr. Zahnbürsten um nur einige zu erwähnen.

Geht die Akkukapazität zur Neige weisen diese Geräte mehr oder weniger elegant darauf hin. Das kann bei nicht komfortablen Teilen etwas schroff ausfallen, indem sie einfach nicht mehr funktionieren.

Nun, spätestens dann ist es eine Selbstverständlichkeit den Akku zu pflegen also nachzuladen!

Leider scheint diese Selbstverständlichkeit beim Großteil der Kraftfahrzeugnutzer zu fehlen, oder schlichtweg ein Informationsdefizit zu bestehen. Hier werden meist einfachste Verhaltesnstrukturen offenbar, sobald ein Fahrzeug nicht mehr anspringen will – na dann ist halt der Akku defekt ist eh schon alt – und man holt sich im „Fachbetrieb“ oder Baumarkt einfach eine Neue. Zum Problem wird es dann, wenn die Neue auch bald wieder den Dienst versagt. Ist das Problem dann wirklich am Akku zu suchen? Das lässt sich meist im Fachbetrieb prüfen.

Aber all zu leicht sollte man es sich nicht machen und ein gewisses Bewusstsein wie bei den anderen Geräten des Alltags sollte auch beim KFZ Akku vorhanden sein, oder man informiert sich halt.

Beispiel: Ein Pkw verbraucht beim Startvorgang des Motors mindestens soviel Strom, welcher mit mindestens 10 min. Fahrzeit wieder aufgefüllt wird. Vorausgesetzt es handelt sich um ein Fahrzug mit nicht so vielen Km und sind keine zusätzlichen Verbraucher wie Licht, Gebläse, Klimaanlage, Sitz-, Spiegel- oder Heckscheibenheizung usw. aktiv. Dann erhöht sich die Ladezeit um ein Vielfaches. Bedenkt man nun, dass bei einer Temperatur unter 0 Grad Celsius der Akku eigentlich gar nicht bereit für eine Stromaufnahme ist, so kann man sich ausmalen was das bedeutet.. Genau, der Akku wird immer leerer… Jetzt kommt noch die Königsdisziplin auf den Akku zu. Viele moderne Fahrzeuge ergänzen die Heizkraft des Motors durch Zuheizer, welche meist unter 7 Grad im Dauerbetrieb sind. Ganz Schlaue nutzen den Zuheizer als Standheizung um beim Hineinsetzen in das KFZ ein wohltemperierten Innenraum, mehr oder weniger freie Scheiben und einen angeblich umweltschonenden Kaltlauf des Motors zu verkürzen. Wer treibt die Heizung an? Haben KFZ ein Stromanschluss am öffentlichen Stromnetz? Weit gefehlt, denn das setzt jeder voraus, daß das problemlos von Statten gehen sollte – denkste!  Im Kurzstreckenbetrieb so ca < 25km wird der entnommene Strom nicht restlos aufgefüllt, somit wird der Akku sukzessive immer leerer – bis zum Tag X, der Akku ist schlecht, den muss man reklamieren! Wirklich? Ich meine das wäre dasselbe man vergisst sein Handy zu laden und gibt es darauf hin wieder zurück, oder man fährt seinen Tank leer und reklamiert das beim Verkäufer des KFZ – macht das Einer so? Nein und deshalb sollte man sich mal fragen, warum Laden wir unseren KFZ Akku nicht einfach mal nach! Ja genau, wie das Handy, Smartphone und Konsorten.

Und bitte nicht mit den altertümlichen „Amperemeter“ Ladegeräte, nein es gibt kleine schicke einfachst zu bedienende elektronische Ladegeräte. Es gibt Tests welche gut oder nicht so gut sind. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Ladegeräten des Herstellers CTEK gemacht.

Warum keine Amperemeter Ladegeräte? Nun damit hat man vor 15 oder mehr Jahren die damalige Akkutechnik ausreichend bedient. Die Entwicklung dieser Techniken ist aber nicht stehen geblieben! Es gibt mittlerweile Standard Blei-Säure Akkus, aber meinst Calzium oder Silber beschichtet, bei den meisten neueren und Start/Stop KFZ werden AGM Akkus verwendet um etwas mehr Reserven zu haben und es gibt nicht unbedingt im Starterbereich auch sogenannte GEL Batterien, die eher im Bereich Bordstromversorgung, Puffer für Solaranlagen, etc. verwendet werden. Es gibt auch Sonderformen wie die gewickelten Spirax Akkus. Nun all diese unterschiedlichen Akkutypen benötigen eine teils unterschiedliche Ladetechnik, damit man die Akkus nicht zerstört! Klar?!

Fazit: Es sollte klar geworden sein, das ein Akku im KFZ genauso Pflege Bedarf wie der eines Gebrauchsgegenstandes, wo das Wiederaufladen selbstverständlich ist. Es muss ja nicht täglich sein! Somit wird man länger Freude an seinem KFZ haben…

Ausnahmen bestätigen die Regel: Verschlissene Akkus sind keine Garantiefälle, auch wenn innerhalb der Garantiefrist/Gewährleistungszeitraum der Verlust der Kapazität erfolgt! Z.B. Taxen starten oft, fahren kurze Strecken. Saisonfahrzeuge bei denen der Akku nicht gepflegt wurde (Motorräder, Gartentraktoren, Landmaschinen) oder bei einer Verwendung außerhalb des definierten Einsatzbereiches.